Zeichensprache

Im christlichen Glauben finden wir die unterschiedlichsten Symbole und Zeichen. Doch, was bedeuten diese?
Datum:
12. Dez. 2020
Von:
Tanja Limmer

Symbole und Zeichen weisen auf Gott hin. Gott übersteigt unsere Vorstellungskraft und wir können ihn mit Worten nicht ausreichend beschreiben. Da, wo Worte alleine nicht ausreichen, helfen uns Symbole und Zeichen. Sie "sprechen" zeichenhaft von Gott und sind gleichzeitig Bekenntnisse unseres Glaubens.

Dieser Blog will Ihnen in den kommenden Monaten die verschiedensten Zeichen und deren Bedeutung näher bringen.

Das Zeichen des Monats Dezember ist das "Licht"

Auf, werde licht!

"Auf, werde licht!" (Jes 60,1) fordert uns der Prophet Jesaja auf und ermuntert uns, das Licht weiterzugeben. Im Evangelium nach Matthäus verstärkt Jesus diese Aussage mit den Worten: "Ihr seid das Licht der Welt!" (Mt 5, 14). Damit wird deutlich: Gott nimmt uns in die Pflicht.

Licht steht auch für unseren Glauben an den gegenwärtigen Gott, der allen Menschen verkündet werden soll. Unser Glaubenslicht weitergeben bedeutet also, Gott für alle durch Worte und Taten anwesend und spürbar zu machen. Allen Menschen soll das Licht leuchten.

An diesem Wochenende wird das Wort aus dem Buch Jesaja ganz konkret sichtbar. Immer am dritten Adventsonntag erreicht das sogenannte "Friedenslicht aus Betlehem" den Kölner Dom und wird dort in einem Gottesdienst feierlich an die Gläubigen ausgeteilt. Seit 1986 entzündet ein Kind vor Weihnachten in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem das Friedenslicht, welches anschließend in die ganze Welt getragen wird. In unseren Gemeinden können Sie das Friedenslicht aus Betlehem am Sonntag, 20.12.2020 um 18.00 Uhr empfangen.

Das Licht erinnert uns daran, dass Gott uns viel zutraut und dass er uns einen Auftrag gegeben hat: Wir sollen den Frieden in die Welt tragen. Gleichzeitig rät er von falscher Bescheidenheit ab und bestärkt uns, zu handeln. Jesaja formuliert dazu weiter: "Denn sogar Könige wandern zu deinem strahlenden Glanz." (Jes 60, 3)