Zeichensprache

Religiöse Sprache ist gleichzeitig auch bildhafte und symbolische Sprache. In den Texten des Alten und Neuen Testamentes finden wir zahlreiche Bildworte. Im März beschäftigt sich der Blog mit der Symbolik der vier Grundelemente. Alle spiegeln Gott, seine Allmacht und sein schöpferisches Wirken wider. Gott ermöglicht und sichert das Leben durch Luft, Erde, Wasser und Feuer.
Datum:
13. März 2021
Von:
Tanja Limmer

Erde

Aus der Erde formte Gott den Menschen und gab ihm die Erde als Lebensraum mit allen Pflanzen und Tieren. Der Mensch genießt Gottes vollstes Vertrauen und darf sich die Erde zunutze machen, sie bebauen und von ihr leben (Vgl. Gen 2). Damit hat der Mensch zum einen eine Sonderstellung und zum anderen Verantwortung für alles bestehende und kommende Leben. Bei Jesus Sirach heißt es, dass der Mensch einmal zur Erde zurückkehren wird (Vgl. Sir 17, 1). Damit wird einmal mehr deutlich, dass uns die Erde von Gott nur geliehen ist und wir für verantwortungsvoll mit ihr umgehen müssen.

 

Gott selbst kommt in Jesus Christus auf die Erde, die dadurch endgültig zum Ort der Begegnung zwischen Gott und dem Menschen wird. Immer wieder fordert Jesus dazu auf, fest auf der Erde zu sehen und unterstreicht dies mit dem Appell: „Steh auf.“ (Vgl. Mk 2,11 I Mk 3,3 I Mk 5,4 I Lk 17,19). Wir dürfen vor Gott stehen und zwar auf Augenhöhe. Seine Erde gibt uns die Kraft und den Halt dazu. Erst ein fester Stand und eine Begegnung auf Augenhöhe ermöglichen, dass eine echte Beziehung entstehen kann. Die Erde ist Symbol für das Fundament, auf dem die Beziehung zwischen Gott und Mensch aufgebaut und fest verwurzelt ist.

 

Impuls: Fühle ich, dass ich auf "Augenhöhe" mit Gott bin? Wie gestaltet sich meine Beziehung zu Gott?